Von Flüchtlingen, Kuchen, und warum helfen glücklich macht

Montag, 12. Oktober 2015



Hi ihr Lieben! ♥ 

Der heutige Eintrag wird ein bisschen ernster. Wir beobachten ja in Österreich derzeit eine Flüchtlingswelle, wie wir sie in unserer Geschichte lang nicht mehr gesehen haben. Darauf gab es natürlich eine Reihe an unterschiedlichen Reaktionen in der Bevölkerung, von "Aaaah! Schließt die Grenzen! Niemanden mehr reinlassen!" bis hin zu Leuten, die sich 50 Stunden pro Woche an Bahnhöfen ehrenamtlich die Finger wund arbeiten, damit alle, die ankommen, etwas zu essen, warme Kleidung und ein Dach überm Kopf haben, bis sie weiterreisen.

Ich bin da irgendwo dazwischen. (Nur, die Grenzen sollten wir natürlich nicht schließen.) Ich habe ein paar Deutschkurse organisiert und gehalten, und hab immer wieder mal, wenn ich in der Gegend war, Essen, Trinken und Hygieneprodukte eingekauft und sie an die Bahnhöfe gebracht, wo sie am meisten gebraucht werden. Ich hätte vielleicht mehr geholfen, wenn ich nicht Vollzeit arbeiten und studieren würde, aber ich hab das gemacht, wofür ich die Zeit und die Energie hatte. Und es hat mich glücklicher gemacht! Ich hab mir plötzlich gedacht, ist doch egal, ob ich nicht "Karriere mache" oder mit 60 dann ohne Mann, dafür mit 4 Katzen, strickend bei der Heizung sitze. Heute kriegt ein kleines Kind, das wahrscheinlich unerdenkliche Dinge durchmachen musste, zum Nachtisch einen Kuchen, und den Kuchen hab ich gekauft. Und das macht einen Unterschied. 


Aus der Forschung wissen wir, dass wir von Altruismus und altruistischen Verhaltensweisen (solang nicht übertrieben wird und er uns nicht unterdrückt oder zu viel Stress verursacht) in vielerlei Weise stark profitieren, sowohl körperlich als auch geistig. (Da gibt es eine ganz gute Literaturanalyse aus 2005, im International Journal of Behavioural Medicine, Vol. 12, von Stephen Post, wenn ihr Interesse habt.) Anderen zu helfen und Dinge zu tun, die über einen selbst hinausgehen, wie etwa regelmäßige ehrenamtliche Arbeit, kann dazu beitragen, dass Menschen länger leben, schützt vor Demenz, Depression und Angststörungen, und fördert die Kreativität und die Belastbarkeit. Anderen zu helfen, fördert auch das Selbstbewusstsein, das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit ganz allgemein. Menschen, die sich regelmäßig ehrenamtlich engagieren, wurden in vielen Studien auch für körperlich gesünder befunden, und werden auch im Alter noch weniger krank. Und was ohnehin klar ist: Die Menschen, denen geholfen wird, profitieren nochmal ganz stark!

Also: Sei diese Woche egoistisch! Spende Geld (GiveWell hilft dir, eine kosteneffektive NGO zu finden). Spende Zeit und engagiere dich. Miste deinen Kasten aus und spende die Winterklamotten von letztem Jahr.

Du hast es dir verdient!

Damita

So viel Schlaf brauchst du wirklich

Sonntag, 11. Oktober 2015

Hi ihr Lieben!
Mein Blog hat jetzt sogar eine Facebook-Seite. Wuhuu!

Ich hoffe, ihr hattet wie ich ein wunderschönes Wochenende... und jetzt ab ins Bett mit uns, damit wir morgen alle putzmunter sind. Aber... wie lang sollte man denn wirklich schlafen?

Schlafmangel hat auf jeden Fall furchtbare Konsequenzen - der Appetit wird angeregt, der Stoffwechsel wird langsamer, müde Autofahren ist ähnlich gefährlich wie betrunken Autofahren. Wer nicht genug geschlafen hat, kann sich nicht konzentrieren, ist dauernd genervt, wird zittrig... überhaupt kein angenehmer Zustand also.

Und wie viel Schlaf ist jetzt wirklich zu wenig?

Die Antwort hängt komplett von dir selbst ab. Ich habe gemerkt, dass ich ziemlich genau sieben Stunden brauche. Wenn ich sieben Stunden schlafe, bin ich in der Früh zwar ein bisschen muffelig - gerade so viel, dass es ein guter Cafe Latte schnell wieder wettmacht - und sonst bin ich den ganzen Tag produktiv und wach (natürlich bis auf das tägliche 3-Uhr-nachmittags Konzentrationstief, da gibt's dann Schoko). Wenn ich weniger schlafe, werde ich richtig bissig. Ernsthaft: wenn ich wenige als 6 Stunden schlafe, bin ich so gut wie unerträglich. Da könnte George Clooney mit einem Rosenstrauß vor der Tür stehen und ich würde ihn anfauchen, dass er sie doch gefälligst ins Wasser stellen soll, sonst sterben sie ja ab! Und wenn ich viel mehr als sieben oder acht Stunden schlafe, bin ich wieder zu nichts zu gebrauchen - dann fühle ich mich den ganzen Tag müde und faulenze viel und bekomme nicht so wirklich viel fertig. Man kann also auch zu viel schlafen!
Und die Moral der Geschichte: Findet euren Sweet Spot! Wie das am besten geht? Einfach mal eine Woche finden, in der ihr morgens nicht aufstehen müsst, und jeden Tag zur selben Zeit schlafen gehen (zum Beispiel um 10 oder 11) - ohne Wecker! Dann einfach die Zeiten, zu denen ihr von selbst aufwacht, mitschreiben. Und jetzt wird gerechnet: Die Stundenanzahl ausrechnen, die ihr an den einzelnen Tagen geschlafen habt, davon den Durchschnitt (alles zusammenrechnen und durch die Anzahl der Nächte dividieren) - genau so viel Schlaf braucht ihr!
Und zu guter Letzt ein Wort der Warnung: Bitte niemals weniger schlafen, in der Hoffnung, dass ihr dann produktiver seid. Das funktioniert bestimmt nicht und man schafft am Ende viel weniger als nach einer erholsamen Nacht.
 
... also ihr Lieben, Zeit, euch ins Bett zu kuscheln! :)

Damita

Warum du beim Zähneputzen lachen solltest

Montag, 5. Oktober 2015

Hi ihr Lieben
 
Kennt ihr das, wenn ihr richtig scheiße drauf seid, und irgendwer sagt zu euch "ach komm schon, lach doch mal"? Und ihr kriegt so richtig Lust, dem die Augen auszukratzen? 

Oder vielleicht bin ich die Einzige mit Mordgelüsten.

Jedenfalls stimmt der Ratschlag mit dem Lachen.
Dass echtes Lachen eine therapeutische Wirkung hat, wissen wir bereits. Organisationen wie die Roten Nasen machen sich diese Tatsache schon lang zu Nutzen, um Menschen zu helfen. Aber wusstet ihr, dass Vortäuschen in diesem Fall auch okay ist? Studien in der positiven Psychologie und sogar in der Alternativmedizin (wovon ich zugegebenermaßen kein Fan bin) weisen darauf hin, dass man seine Stimmung verbessern kann, indem man sich zum Lachen zwingt. Auch ein unechtes Lächeln hat schon eine positive Wirkung. Die Studien, die ich mir so angesehen habe, hatten zwar immer recht kleine Stichproben - aber es gibt ja nichts zu verlieren (die Mitbewohner gucken vielleicht etwas komisch). Also ist es einen Versuch wert!

Wir wissen ja alle, dass wir produktiver und effizienter sind, wenn wir auch glücklich und positiv eingestellt sind. Also: Morgen in der Früh nach dem Zähneputzen gleich mal in den Spiegel lachen!



hab euch lieb  

Damita

Hallo Welt!

Samstag, 3. Oktober 2015

Hallo ihr Lieben
 
Was nervt euch denn so am meisten? Unterschiedliche Menschen finden ja unterschiedliche Dinge irrational irritierend: lautes Kauen, langsames Gehen, Unordnung (sorry, Mama!). 
Mich nervt Ineffizienz. Wenn ich um 8 in der Früh am Sonntag nicht aus dem Bett draußen bin und mir ein gesundes Frühstück gemacht habe, angefangen habe aufzuräumen, oder geduscht habe und Leute treffe und Dinge tue, werde ich richtig unruhig und gehe mir selber nur mehr auf die Nerven. Sogar wenn ich gerade entspanne, mache ich das gern aktiv, indem ich etwas Spannendes lese, Sport mache, oder beim Kuscheln über den chinesischen Finanzmarkt rede (Leider kein Scherz. Manche anderen Leute rauchen ja angeblich nach dem Sex. Hab ich gehört.)
Das macht es noch schlimmer für mich, wenn ich Zeit verschwende, egal ob wegen schlechter Organisation, mangelnder Planung oder einfach mangelnder Motivation und Prokrastinierung. So viele Leute um mich herum beschweren sich übrigens über dasselbe: Keine Lust heute, MUSS ich aus dem Bett raus? Eigentlich wollte ich die Seminararbeit fertigschreiben aber da war dieser coole Film auf Netflix! Fast wär ich ins Fitnesscenter gegangen aber da war noch Kuchen im Kühlschrank... Hab heute Nacht durchgemacht und musste lernen, weil ich den ganzen Tag Musikvideos aus den 90ern auf Youtube geschaut hab. 

Kommt euch bekannt vor?
Wäre ja eigentlich sehr cool, wenn es einen witzigen, gut geschriebenen Blog gäbe, von jemandem mit einem Psychologie-Abschluss, der für euch die ganze Literatur durchforsten würde, um euch zu helfen, euer Leben effizienter, produktiver und glücklicher zu gestalten, oder? Um euch näher dort hin zu bringen, wo ihr gern sein wollt? Um euch zu helfen, organisierter und motivierter zu werden? 

ODER?! ;)

Bleibt dran
Damita
 
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